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iCloudPhotoSync: Das fehlende Bindeglied zwischen Apple und Synology

03.05.2026 4 Min. Lesezeit
Foto: © Dieses Bild wurde mithilfe von künstlicher Intelligenz generiert
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Wer kennt es nicht? Die iCloud ist voll, das monatliche Abo wird teurer und am Ende liegen die wertvollsten Erinnerungen doch nur auf einem fremden Server.

Wir bei VZC System sind große Fans von Cloud-Komfort, aber echte Datensouveränität gibt es nur, wenn die Bilder auch physisch im eigenen Keller oder Wohnzimmer liegen.

Mit dem Tool iCloudPhotoSync gibt es nun eine Lösung, die genau das automatisiert, wofür wir früher Stunden mit manuellem Sortieren verschwendet haben. Wir haben uns angeschaut, ob der Sync via Docker wirklich den versprochenen „Set it and forget it“-Modus liefert.

Der neue Weg

Bisher war der Weg von Apple Photos auf eine Synology NAS oft steinig: Entweder man nutzte die Synology Photos App auf dem Smartphone (die aber oft im Hintergrund einschläft) oder man lud mühsam Pakete über die iCloud-Webseite herunter.

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Mit dem Projekt iCloudPhotoSync ändert sich das. Es handelt sich um einen spezialisierten Docker-Container, der als Brücke fungiert. Das Tool loggt sich in euren iCloud-Account ein und spiegelt die gesamte Mediathek – oder nur Teile davon – in einem festlegbaren Intervall direkt auf die Festplatten eurer Synology.

Unter der Haube nutzt das Tool das bekannte Python-Skript "icloudpd" (iCloud Photo Downloader), verpackt es aber in ein sehr benutzerfreundliches Docker-Image.

  1. Ihr installiert das Paket über den "Container Manager" (früher Docker) eurer Synology.
  2. Die Konfiguration erfolgt über einfache Variablen wie "icloud_username", "icloud_password" & dem gewünschten Synchronisations-Rhythmus.
  3. Das Tool unterstützt den modernen Sicherheitsstandard von Apple. Nach dem ersten Start müsst ihr einmalig den Bestätigungscode eingeben, der auf eurem iPhone erscheint. (2FA)

Die Vorteile

Der größte Vorteil liegt in der vollständigen Automatisierung. Man muss nicht mehr daran denken, das Smartphone per Kabel anzuschließen oder die Synology-App manuell zu starten. Die Sicherung läuft im Hintergrund und nimmt einem diesen Schritt komplett ab.

Ein praktisches Beispiel wäre ein Urlaub, in dem ihr 200 Fotos macht. Sobald diese Bilder in der iCloud gespeichert sind, kann die Synology zu Hause automatisch Kopien in voller Auflösung auf das NAS herunterladen.

Dadurch entsteht zusätzlich ein eigenes Backup außerhalb der Apple-Cloud. Falls der Apple-Account einmal gesperrt wird oder Bilder versehentlich gelöscht werden, liegen die Fotos weiterhin als physische Kopie auf dem eigenen NAS.

Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität. Die Fotos können auf dem NAS in einer klassischen Ordnerstruktur abgelegt werden, zum Beispiel sortiert nach Jahren. Dadurch lassen sie sich mit beliebigen Programmen weiterbearbeiten oder über Dienste wie Plex bequem auf dem Fernseher anzeigen.

Die Nachteile

Aber klar, wo Licht ist - ist auch Schatten.

Ein wichtiger Punkt ist die Sicherheit. Für diese Lösung werden die Apple-ID-Zugangsdaten in einer Drittanbieter-Software hinterlegt. Auch wenn das verwendete Image Open Source ist, bleibt dabei immer ein gewisses Restrisiko. 

Deshalb sollte man, sofern möglich, mit App-spezifischen Passwörtern arbeiten. Allerdings benötigen manche Tools für den vollständigen Zugriff auf die iCloud-Fotomediathek dennoch das Hauptpasswort.

Auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung kann im Alltag etwas Aufwand verursachen. Die iCloud-Sitzung bleibt nicht dauerhaft aktiv. Alle paar Monate kann es notwendig sein, den Container erneut zu autorisieren, weil Apple die Sitzung aus Sicherheitsgründen beendet.

Es handelt sich also nicht um ein System, das man jahrelang komplett unbeaufsichtigt laufen lassen sollte.

Hinzu kommt, dass das NAS ausreichend leistungsfähig sein muss. Für diese Lösung wird ein Docker-fähiges Gerät benötigt.

Besitzer von einfachen Einsteiger-Modellen, besonders aus der Synology J-Serie, haben hier leider oft schlechte Karten, weil Docker dort nicht oder nur eingeschränkt unterstützt wird.

Die kritische Einordnung

Eigentlich ist es traurig, dass wir im Jahr 2026 immer noch auf Community-Projekte angewiesen sind, um unsere Bilder von A nach B zu schieben. Apple und Synology könnten hier nativ zusammenarbeiten, aber das Interesse, Nutzer in der eigenen Cloud zu halten, ist wirtschaftlich natürlich größer.

iCloudPhotoSync ist für uns ein genialer Workaround, aber eben eine Bastellösung. Es funktioniert stabil, erfordert aber ein gewisses technisches Grundverständnis. Für Power-User, die die volle Kontrolle über ihre Daten wollen, ist es jedoch alternativlos.

Fazit

Wer eine Synology NAS besitzt und seine iCloud-Bilder nicht nur digitalem Treibsand überlassen will, kommt an iCloudPhotoSync kaum vorbei. Es ist die sauberste Methode, um ohne viel Eigenleistung eine lokale 1:1-Kopie der Apple-Mediathek zu pflegen.

Die Einrichtung dauert vielleicht so um die 15 Minuten, der Gewinn an Datensicherheit ist hingegen unbezahlbar. Wir nutzen es (unteranderem auch) selbst und schlafen seitdem deutlich ruhiger.

Ein vollständiges Tutorial, findet ihr hier.

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Kristijan Varzanovic 03.05.2026
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